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Eifeler Zeitung, Karl-Heinz Hoffmann

An Sekundarschule wird um- und angebaut

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Struktur- und Hochbauausschuss beschließt Maßnahmen im Kostenbereich von geschätzt 1,1 Millionen Euro. Fertigstellung bis 2021.

SIMMERATH Mit 767 Mädchen und Jungen ist die Sekundarschule Nordeifel mit ihren beiden Standorten zwischenzeitlich die größte Schule in der Nordeifel. An ihrem Standort Simmerath platzt sie allerdings inzwischen aus allen Nähten. Die Schulleitung meldete schon vor einiger Zeit in dringender Form weiteren Raumbedarf an. Dem soll nun durch einen Anbau und verschiedene Umbaumaßnahmen nachgekommen werden, wie jetzt auch einstimmig im Struktur- und Hochbauausschuss beschlossen wurde. Kostenschätzung für den Anbau: 1,1 Millionen Euro.

Geprüft von Bonner Projektgruppe

Der Schulzweckverband Nordeifel hatte für die anstehenden Maßnahmen eine Bonner Projektgruppe mit der Überprüfung der Raumsituation beauftragt, um vorrangig den angemeldeten Bedarf an Differenzierungs-, Sozial-und Werkräumen zu prüfen. In mehrfachen Gesprächen und Begehungen mit der Schulleitung, der Verwaltung des Schulverbandes und der Strukturabteilung der Gemeinde Simmerath wurden dann Optimierungsvorschläge erarbeitet.

Dabei wurde festgestellt, dass die Raumprobleme nur teilweise durch Optimierungen im Bestand erfüllt werden können. So könnten Räume zwar geteilt oder einer Doppelnutzung zugeführt werden, was zu einer Entspannung der Situation führe, aber letztlich nicht die gesamten Raumprobleme lösen würde. So soll das in der Sekundarschule befindliche Gemeindearchiv ausgelagert und der Raum dann zu einer Bibliothek und einem Selbstlernzentrum umgestaltet werden. Günter Kaulen von der Gemeinde hielt zum neuen Standort des Gemeindearchivs auf Nachfrage fest: „Da arbeiten wir derzeit noch dran und suchen noch nach einer Alternativlösung. Das Konzept sieht vor, dass die Archivräume im nächsten Jahr frei werden.“ Im Bereich der Umbauten sollen zudem durch den Einbau einer mobilen Trennwand im Filmraum zwei Differenzierungsräume geschaffen werden.

Die Sekundarschule soll durch einen Anbau erweitert werden. Dieser wird durch eine Verlängerung des Gebäudeteils zum BGZ hin (Walter-Bachmann-Straße) erfolgen. Nach Fertigstellung stehen dort dann auf zwei Etagen vier neue Räume zur Verfügung. Dann wird auch der derzeit aufgestellte Mietcontainer verschwinden. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Verlängerung Richtung BGZ

Damit sind die Umbau- und Erweiterungs-Ressourcen innerhalb des Gebäudes allerdings erschöpft. Der Schule fehlen rechnerisch im Bestand noch drei Räume für die Betreuungsangebote und ein Differenzierungsraum. Dem soll durch den geplanten Anbau abgeholfen werden. Dieser wird nach den Planungen durch eine neun Meter lange Verlängerung des nordöstlichen Gebäudeteils zum BGZ hin (Walter-Bachmann-Straße) erfolgen. Nach Fertigstellung stehen dort dann auf zwei Etagen insgesamt vier neue Räume zur Verfügung. Mit der Bauausführung soll im nächsten Jahr begonnen werden. 2021 müsste der Anbau dann genutzt werden können.

Um die bestehenden Raumprobleme zu lösen, wurden als Zwischenlösung im April Mietcontainer mit einer Gesamtfläche von 60 Quadratmetern auf dem Schulhof aufgestellt, die seitdem für die Pausenhelfer und den Ganztagesbereich genutzt werden. In naher Zukunft soll auch eine Erweiterung der vorhandenen Parkplätze erfolgen.

Bereits ab dem neuen Schuljahr wird der Komfort an der Sekundarschule gesteigert. Für die Schüler wird dann eine Pause im Grünen möglich sein. Das bislang unerschlossene Gelände im rückwärtigen Bereich Richtung Kranzbruchvenn wird in Kürze geebnet und als Pausengarten gestaltet. Dazu sollen auch Klettermöglichkeiten und Ruhezonen gehören.

   I N F O   

Erste Zehnerklassen werden entlassen

Seit Beginn des laufenden Schuljahrs werden an der 2013 gegründeten Sekundarschule an beiden Standorten alle sechs Jahrgangsstufen der Klassen 5 bis 10 unterrichtet. Am 5. Juli werden zum ersten Mal vier Zehnerklassen entlassen. Rund 90 junge Frauen und Männer haben dann ihren Abschluss in der Tasche. Vom Hauptschulabschluss über die Fachoberschulreife („Realschulabschluss“) bis hin zur Qualifikation für das Gymnasium.

Wie Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der auch Verbandsvorsitzender der Sekundarschule ist, mitteilte, sind seit Gründung der Schule weit über 100 Kinder der Klassen 6 bis 10 von anderen Schulen aus Schleiden, Monschau, Aachen oder Hürtgenwald zur Sekundarschule gewechselt, weil man sich offensichtlich beim Übergang von der Grundschule für die falsche Schule oder Schulform entschieden hat.

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