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Eifeler Nachrichten, Peter Stollenwerk

Fringshaus-Pläne fallen durch

Die Gemeinde Simmerath übt Kritik an der vom Landesbetrieb vorgeschlagenen Verkehrsführung für den Bau eines Kreisverkehrs. Eine Einfädelungsspur aus Richtung Lammersdorf ist kein Thema mehr.

Simmerath. Wenig Begeisterung lösten die im Simmerather Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss vorgestellten Pläne für die Anlegung eines Kreisverkehrs in Fringshaus aus. Der Landesbetrieb Straßen NRW hat eine neue Verkehrsführung ausgearbeitet und die Gemeinde Simmerath um eine Stellungnahme gebeten.

Der aus Sicht der Gemeinde wesentliche Bestandteil des Kreisverkehrs, die Anlegung einer langgezogenen Einfädelungsspur für den aus Lammersdorf in Richtung Aachen fließenden Verkehr, spielt in den aktuellen Plänen keine Rolle mehr. Die sogenannte Bypass-Lösung scheidet nach Aussage des Landesbetriebs aus, weil diese die Beibehaltung der Bushaltestelle unmöglich mache.

Eine Verlegung der Haltestelle in Richtung Monschau scheide ebenfalls aus, da es sich um belgisches Hoheitsgebiet handele. Die vom Landesbetrieb vorgenommenen Grundstücksverhandlungen hätten keine andere Variante zugelassen.

Heribert Linscheidt (CDU) sprach von einer „unglücklichen Lösung“. Es bestehe sogar die Gefahr, dass durch den Kreisverkehr die jetzige Regelung verschlechtert werde. Es seien längere Rückstaus in Richtung Lammersdorf zu erwarten, da es den Verkehrsteilnehmern möglicherweise nicht mehr mühelos gelinge, sich in den fließenden Verkehr auf der B 258 einzureihen.

Auch Marc Topp (SPD) betrachtete die Pläne skeptisch. Die Anlegung eines Kreisverkehrs müsse zweifelsfrei eine Entlastung mit sich bringen. Und Sascha Schlepütz (CDU) übte heftige Kritik. Man habe den Eindruck, dass es nur darum gehe „mit dieser Lösung die Eifel zu beruhigen“. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sah, „dass es bessere Lösungen gibt“. Entscheidend sei, dass ein Kreisverkehr eine „wesentliche Verbesserung“ mit sich bringen müsse.

Vor einer abschließenden Stellungnahme möchte sich der Ausschuss die vorgelegten Pläne noch einmal im Detail vom Landesbetrieb erläutern lassen. Bis auf Weiteres, so der Beschluss, favorisiere man aber die „Bypass-Lösung“.

Geplant ist ein Kreisverkehr mit 35 Metern Durchmesser. Außerdem sollen durch den Verzicht auf die beidseitig vorhandenen Mehrzweckstreifen zwei Fahrstreifen in Richtung Monschau und ein Fahrstreifen in Richtung Roetgen angelegt werden. Auch das Restaurant Fringshaus soll an den neuen Kreisel angebunden werden.

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