Eifeler Zeitung

Jugendverdrossenheit

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Niklas Offermann aus Kesternich, Sprecher der Simmerather Jusos, schreibt zum Thema Jugendbeirat:

Für die Gemeinde Simmerath wäre die Arbeit eines parteiübergreifenden Jugendbeirats eine Bereicherung in der kommunalpolitischen Arbeit. Durch die Ablehnung des parteiübergreifenden Jugendbeirates im Rat der Gemeinde haben CDU und Grüne den jungen Menschen, die aktiv Politik mitgestalten möchten, eine Abfuhr erteilt.

„Warum sollte ein Jugendbeirat besser funktionieren als ein Generationenbeirat?“ fragt Christoph Poschen, CDU-Sprecher. Schon der Generationenbeirat ist durch den Konflikt zwischen Alt und Jung gescheitert. Wenn Jugendliche bei jedem Vorschlag, den sie machen, von den älteren Mitgliedern berichtigt und gebremst werden, verlieren diese natürlich die Lust an dem Format. Bei einem Jugendbeirat, bei dem die Jugendlichen unter sich sind und sie in „ihrer Sprache“ reden, ist das Problem nicht vorhanden, wie auch die hervorragende Arbeit der Jugendbeiräte in der Städteregion zeigt, zum Beispiel in Roetgen.

Die Äußerung des Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes, Bernd Goffart, dass sich Jugendliche meist sowieso in ihrem Leben nur für ein Thema interessieren und sich nicht an dem weiten Spektrum der politischen Themen bedienen würden, lässt mich nur mit dem Kopf schütteln. Nicht nur, dass der Generationenbeirat nicht mit einem Jugendbeirat vergleichbar ist und dass man mit der Entscheidung für einen Beirat nichts verliert, schüren CDU und Grüne offenkundig die heranwachsende Politikverdrossenheit unserer Jugend und verbreiten den Gedanken, dass Jugendliche, die unsere Zukunft sind, in der Politik nichts verloren haben.

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