Eifeler Zeitung, Karl-Heinz Hoffmann

134 „i-Dötze“ für drei Grundschulen

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Anmeldezahlen im Schulausschuss. 51 Erstklässler für Simmerath, 48 für Lammersdorf, 35 für Steckenborn.

SIMMERATH An den drei Simmerather Grundschulen in Lammersdorf, Steckenborn und Simmerath liegen nach derzeitigem Stand und der Mitteilung der Schulleitungen für das Schuljahr 2019/2020 die Anmeldungen von 134 schulpflichtigen Kindern vor. Im Generationen-, Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde wurden diese Einschulungszahlen nun von allen Fraktionen erfreut zur Kenntnis genommen, da damit an allen Grundschulen zwei Eingangsklassen gebildet werden können.

Ursprünglich hatten sogar 140 Anmeldungen vorgelegen, nachdem die Gemeinde Anfang September die entsprechenden Anmeldevordrucke mit Verweis auf das grundsätzliche Wahlrecht an die Eltern versandt hatte. Aufgrund von Rückstellungen, Wegzügen sowie voraussichtlichen Anmeldungen an einer Schule mit Förderschwerpunkt reduzierte sich diese Zahl auf die genannten 134 Anmeldungen.

„Idealgröße“ in Steckenborn

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und der Ausschussvorsitzende Stephan Weber wiesen in der Sitzung nochmals darauf hin, dass der Schulträger unter Beachtung der Höchstgrenzen für die zu bildenden Eingangsklassen die Zahl und die Verteilung der Eingangsklassen an den Schulen festlegt. Hervorgehoben wurde, dass die Eltern ihre Kinder überwiegend an der aufgrund der bisherigen Handhabung infrage kommenden Grundschule anmeldeten und Kinder nur vereinzelt an einer anderen Grundschule angemeldet wurden.

An der Grundschule in Steckenborn werden nach heutigem Stand im kommenden August 35 Mädchen und Jungen eingeschult. Auch wenn dies der kleinste Einschulungsjahrgang in der Gemeinde ist, wird daher nun eine Erweiterung der Schule initiiert, die auf eine dauerhafte Zweizügigkeit ausgerichtet ist. Foto: Heiner Schepp

Mit 51 Erstklässlern erfolgten in der Grundschule Simmerath die meisten Anmeldungen für das nächste Schuljahr. Knapp dahinter rangiert die Lammersdorfer Kalltalschule mit 48 Anmeldungen, gefolgt von der Grundschule in Steckenborn, wo nach jetzigem Stand für 35 „i-Dötze“ im nächsten Jahr der Ernst des Lebens beginnt. Bei zwei Klassen ergibt sich damit für Steckenborn eine deutlich geringere Klassenstärke, die von Franz-Josef Hammelstein (SPD) als „Idealgröße“ bezeichnet wurde, die er sich auch für die anderen Grundschulen wünsche. Hierzu verwies Bürgermeister Hermanns auf die Grundproblematik: „Wir haben dafür einfach nicht genug Lehrer.“

Gelobt wurde von allen Ausschussmitgliedern auf der Sitzung zudem der vorgelegte Jugendbericht 2017 der Gemeinde, der von Monika Johnen und ihrem Team ausgearbeitet wurde. Wie Günter Scheidt hierzu anmerkte, sehe man an den Ausführungen zur mobilen Jugendarbeit im Südkreis der Städteregion auch, dass sich dazu viele Aktivitäten in Simmerath abspielen. Als Beispiel hierzu führte Scheidt den Verein Jugend Aktiv mit seinem Jugendcafé sowie der mobilen Streetwork an. Die Förderung der Jugendarbeit wurde von der Gemeinde 2017 durch Zuschüsse an Vereine und Organisationen in Höhe von 5166 Euro unterstützt. Die Förderung der Jugendarbeit durch die Städteregion für verschiedene Maßnahmen und Vereine betrug rund 42.000 Euro.

 INFO 

Erweiterung der Grundschule Steckenborn

Gute Nachricht für die Grundschule in Steckenborn: Wie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auf der Sitzung des Generation-, Schul- und Sozialausschusses mitteilte, bestehe aufgrund der bereits jetzt gestiegenen und in Zukunft zu erwartenden noch weiter steigenden Anmeldezahlen für die OGS weiterer Raumbedarf. Man habe sich daher aus wirtschaftlichen Gründen entschieden, einen Anbau an das Schulgebäude zu erstellen. Im Hinblick auf die zu erwartende Entwicklung der Grundschule wies Hermanns darauf hin, dass die Grundschule ab dem Schuljahr 2021/22 eine komplette Zweizügigkeit erreichen wird. Derzeit werden vom Musikverein Heimatecho im Untergeschoss der Grundschule noch Räume genutzt. Der Musikverein hatte hierzu signalisiert, diese Räumlichkeiten aufzugeben. Da die Entscheidung im Verein hierzu verständlicherweise nicht kurzfristig getroffen werden konnte, hatte man im Juni beschlossen, die Festlegung baulicher Maßnahmen an der Grundschule erst später zu treffen. Zwischenzeitlich seien laut Hermanns nun Vergleichsberechnungen für einen Umbau der Vereinsräume und einem Anbau an das Schulgebäude von Seiten der Gemeinde erstellt worden, die zu dem Ergebnis führten, dass ein Anbau wirtschaftlicher ist. Hierzu wurden Anfang November mit dem Vereinsvorsitzenden des Heimatechos Gespräche geführt. Hermanns zu dem anstehenden Anbau: „Im Haushaltsentwurf 2019 sind für das kommende Jahr Planungskosten und für 2020 Verpflichtungsermächtigungen vorgesehen.“ Im kommenden Frühjahr wird die Gemeindeverwaltung dann die Planung für den Anbau an der Grundschule Steckenborn vorstellen.

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