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Alle Kinder erhalten einen Platz

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So lautet die gute Nachricht von Sebastian Heyn, Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der StädteRegion Aachen. Den Rechtsanspruch der Eltern kann die StädteRegion also in den Kommunen, in denen sie Jugendamt ist, weiterhin erfüllen – heutzutage keine Selbstverständlichkeit.

»Aufgrund des zielgerichteten und vorausschauenden Kita-Ausbaus der letzten Jahre können wir Familien eine sehr gute Versorgungssituation bei der Kinderbetreuung bieten«, so Heyn. Alleine für das kommende Kindergartenjahr richtet die StädteRegion Aachen 13 neue Gruppen mit insgesamt 250 zusätzlichen Plätzen ein.

Zwei Außengruppen und Randzeiten

Die Zahl der Kinder in diesen Städten und Gemeinden wächst. »Damit wollen wir natürlich Schritt halten. Die Planungen dazu laufen weiter auf Hochtouren«, so Sebastian Heyn. Das beinhaltet auch Übergangslösungen. Da der Platz in der Kindertagesstätte St. Ursula in Monschau knapp wird, soll eine dritte Gruppe als »Außengruppe« in einem Gebäude der Stadt Monschau auf der Haag eingerichtet werden, erklärt Micha Kreitz aus dem städteregionalen Kinder- und Jugendhilfeausschuss. In der Gemeinde Simmerath besteht bereits jetzt Bedarf für eine weitere Kita-Gruppe. Hier ist geplant, im Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten Steckenborn eine auf fünf Jahre befristete Gruppe einzurichten.

Ein Knackpunkt dabei ist die Personalsituation in den Kitas. Darauf, dass Fachkräfte rar sind und dringender Handlungsbedarf besteht, weist die Verwaltung seit Jahren hin – auch in gemeinsamen Schreiben mit den anderen Jugendämtern in der StädteRegion und Trägern an das Land. Die StädteRegion hat immer wieder Maßnahmen gefordert, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen und auch vieles bereits selbst umgesetzt. Es braucht jetzt Maßnahmen, die kurzfristig wirken:

Die Arbeits- und Belastungssituation der Fachkräfte soll durch die Festeinstellung von Hilfskräften, sogenannten »Kita-Helfern«, verbessert werden. Sie können bei Alltagsaufgaben unterstützen, wo Fachkräfte fehlen. Wichtig ist: »Sie ersetzen keine ausgebildeten Fachkräfte«, so Heyn. Pro Kita-Standort ist hier eine Stelle geplant, je nach Gruppenzahl in Teil- bis Vollzeit. Außerdem will die StädteRegion einen Vertretungskräftepool aufbauen, der dann greift, wenn zum Beispiel jemand langfristig erkrankt oder in Mutterschutz oder Elternzeit geht. Zusätzlich will die StädteRegion Aachen Möglichkeiten zur Entfristung von Stellen nutzen, wo immer es möglich ist.

Darüber hinaus hat sich die StädteRegion Aachen dafür eingesetzt, dass an den eigenen Berufskollegs mehr Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden. Mit Mitteln des Landes NRW und des Bundes wird die Ausbildung von Nachwuchskräften im Hinblick auf den Fachkräftemangel weiter intensiviert. Bei der Ausbildung von Erziehern sowie Heilerziehungs- und Kinderpfleger bietet die StädteRegion Aachen zudem neben der klassischen Ausbildung auch die praxisintegrierte – und vom ersten Tag an vergütete – Ausbildung (PiA) an. In diesen Berufen gibt es jedes Jahr 30 Ausbildungsplätze.

Auch Praktika in den Kitas sind möglich – vom Schnuppertag beim Girls‘ Day oder Boys‘ Day bis zum einjährigen Praktikum, um die Fachhochschulreife zu erlangen. Zusätzlich hat das Amt für Kinder, Jugend und Familie der StädteRegion Aachen sein Aus- und Fortbildungskonzept für die Beschäftigten in den Kitas optimiert. Egal ob junger Auszubildender oder erfahrene Erzieherin: Der Start soll gut gelingen und der beruflichen Weiterentwicklung soll nichts im Wege stehen.

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