AsF Nordeifel besucht „Tag des Wohnens für Menschen mit Behinderung“

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Gabriele Keutgen-Bartosch und Martina Zoch von der AsF Nordeifel (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) besuchten am Samstag, den 08.07.2017, die Messe „Wohnen für Menschen mit Behinderung“ im Aukloster in Monschau. Die SPD-Frauen beschäftigen sich aktuell mit der Situation von jungen Erwachsenen mit Handicap und besonders für deren Wohn- und Arbeitssituation sowie Freizeitgestaltung in der Nordeifel.

Magga Ritter, Bürgermeisterin Monschau, als Schirmherrin der Veranstaltung und Norbert Brewer, stellv. Bürgermeister Simmerath vertraten die beiden Kommunen. Andrea Hein, Ansprechpartnerin der Kokobe Nordeifel und Veranstalterin der Messe begrüßte die Anwesenden und wies darauf hin, dass diese Messe der Information über die verschiedenen Einrichtungen in der Nordeifel diene aber sie solle auch eine Zusammenkunft für Eltern und deren Kindern mit Handicap sowie jungen behinderten Erwachsenen sein. Man sollte Erfahrungen und Anregungen teilen. Magga Ritter freute sich, dass diese so wichtige Veranstaltung gerade im Aukloster stattfinde und bot weitergehende Unterstützung an. Der Aufruf von ihr an die Anwesenden „Was wünscht ihr euch von uns, von der Politik!“ wurde prompt umgesetzt und es kam ein reges Gespräch in Gang. Dabei kristallisierte sich der Wunsch nach bezahlbaren Wohnraum für Einzelpersonen und Gruppen in den Zentren der beiden Kommune besonders heraus. So wurde festgestellt, dass im Zentralort Simmerath wie auch in Imgenbroich bezahlbare Wohnungen für Menschen mit Handicap fehlen. Magga Ritter versprach, die Situation in dem jetzt freiwerdenden Kindergartengebäude zu prüfen. Wie bekannt, wird die Grundschule frei und der Kindergarten zieht in die freigezogene Grundschule. Aktuell sei man dabei, Lösungen die Folgenutzung des Kindergartengebäudes zu suchen. Hier sähe die Monschauer Bürgermeisterin eventuell Möglichkeiten. Das Gelände sei groß genug, um noch anzubauen.

Auch Norbert Brewer erklärte für die Gemeinde Simmerath, dass man sich in Simmerath durchaus der nicht zufriedenstellenden Situation bewusst sei. Hier sei ein entsprechendes Objekt in einem zurzeit entstehenden Neubaugebiet vorgesehen.

Problematisch sei auch die Hemmschwelle der Vermieter gegenüber der Menschen mit Handicap. Hier seien Aufklärungsgespräche dringend notwendig führte Andrea Hein aus. Auch in Gesprächen mit weiteren Trägervertretern wurden die Mißverständnisse und auch Vorurteile, die oftmals durch mangelnde Information oder fehlende Gespräche vorhanden sind, betont.
Ein weiteres angesprochenes Thema durch die Betroffenen selbst war die mangelnde Mobilität, schlechte Busverbindungen. Hier solle man den Einsatz des Netliners weiter ausbauen, war einhelliger Wunsch der jungen Menschen. Auch die Probleme an einigen Kreuzungen und Straßenquerungen wurden als gefährlich benannt. So seien die Ampelphasen nicht den Handicaps entsprechend geschaltet.

An den Infoständen der Kokobe, BEWO Nordeifel, Caritas Lebenswelten, Ig-BEWO, Vincenz-Heim Aachen, Lebenshilfe Aachen, VKM u.a. gab es ausführliches Informationsmaterial über die verschiedene Träger und Einrichtungen sowie Hilfeleistungen. Gaby Keutgen-Bartosch und Martina Zoch von der AsF Nordeifel kamen mit mehreren Trägern ins Gespräch und verabredeten, ein Treffen der Träger mit der Politik zu organisieren. Die Bundestagskandidatin der SPD, Claudia Moll, war leider wegen eines länger geplanten Termins nicht vor Ort, hatte aber den AsF-Frauen den Wunsch mitgegeben, ein solches Treffen anzusprechen, an dem sie gern teilnehmen wird.

Text und Foto: (GKB) Gabriele Keutgen-Bartosch

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