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Eifeler Zeitung

Der Streit um Langschoß geht weiter

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Es war bei den Haushaltsberatungen vergangene Woche in Simmerath einmal mehr der größte strittige Punkt und Posten: An der Unterkunft Langschoß scheiden sich die politischen Geister.

Sind die Gebäude an der einstigen Richtfunkstation im Lammersdorfer Wald eine wichtige Auffangstation für Geflüchtete und Obdachlose, die nach Simmerath kommen, oder ist das Areal ein „Fass ohne Boden“ und eine ungeeignete Sammelunterkunft? Die Gemeinde Simmerath hat für die Instandsetzung der heruntergekommenen Fassade 114.000 Euro in den Haushalt 2021 eingestellt und sieht im Investitionsplan für 2022 nochmals rund 300.000 Euro für bauliche Verbesserungen vor.

Foto: Hans Keutgen

Wie schon in den vergangenen Jahren, schlug Gregor Harzheim auch in diesem Jahr für die SPD-Fraktion im Zuge der Haushaltsberatungen die Aufgabe der Unterkunft Langschoß vor. „Wir haben Langschoß als zentrale Flüchtlingsunterkunft in den letzten Jahren ein Stück humaner oder sagen wir ein Stück weniger inhuman machen können. Das ist erfreulich. Auch möchten wir die erfolgreichen Bemühungen der Verwaltung, geflüchtete Menschen aus Langschoß heraus in den Dörfern unterzubringen, anerkennend würdigen“, sagte Harzheim in seiner Haushaltsrede. Dennoch bleibe die Position der SPD, „dass wir Langschoss als Einrichtung zur Unterbringung von Geflüchteten und Obdachlosen wegen seiner abgeschiedenen Lage ablehnen.“

Wertvoll für die Flüchtlingsarbeit sind die Gebäude in Lammersdorf hingegen für die CDU-Fraktion. „Die Streichung der investiven Mittel für Langschoss halten wir für unsinnig, ebenso wie den Ansatz von 30.000 Euro für ein Konzept zur dezentralen Unterbringung von Geflüchteten“, betonte Christoph Poschen für die Mehrheitsfraktion in seiner Haushaltsrede.

Bericht der Eifeler Zeitung

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