Eifeler Zeitung

Zweiklassen-Versorgung !?

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Wolfgang Frings aus Simmerath schreibt im Namen des Arbeitskreises „Alt Simmerath“:

Wenn unser Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin behauptet, es existiere keine medizinische Zweiklassen-Versorgung, hat das für unsere Eifel anscheinend keine Gültigkeit. Diese Differenzierung zwischen Kassenpatienten und Nichtkassenpatienten wird zur Zeit in unserem Eifelland zur Anwendung gebracht: Ambulanten Kassenpatienten ist in der stark frequentierten Eifelklinik St. Brigida Simmerath laut Widerspruch und Festsetzung durch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) das gesamte radiologische Versorgungsspektrum (Röntgen, CT und MRT) verweigert.

Nur stationären und privatversicherten Patienten ist dieser Dienst zugänglich. Was bedeutet das in der Praxis? Seit der vorletzten Woche mussten circa 190 zugeteilte feste Termine für ambulante Kassenpatienten abgesagt werden, so wollte es die lobby-verdächtige KVNO. Sind diese Patienten Mitmenschen zweiter Klasse? Die Benachteiligten müssen jetzt in den Gegenden Aachen, Düren, Mechernich, Euskirchen oder Köln nach neuen Terminen suchen. Dabei treten entsprechend lange – zu lange Wartezeiten auf – die bei einigen Patienten aus medizinischer Sicht eigentlich nicht zu vertreten sind.

Unser Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hat bereits heftigen Widerspruch bei der KVNO eingelegt, den wir als Eifeler Bürger tatkräftig unterstützen sollten, damit diese unkorrekte nachteilige Behandlung des Eifelraums ein Ende hat. Oft genug hängt davon eine frühzeitige Diagnose und Therapie ab. Sollten wir nicht, wie im erfolgreichen Beispiel vom März 2008, uns gemeinsam stark machen, um zu veranlassen, diese nachteilige Entscheidung rückgängig zu machen? Damals haben wir gemeinsam die drohende Schließung des Simmerather Krankenhauses verhindern können. Ein schneller Bürgerprotest ist dringend nötig, um die zeitgerechte gesundheitliche Versorgung für unsere Gegend zum Wohl unserer Gesellschaft zu gewährleisten.

Viele entschlossene Bürger sollten sich zusammenfinden für eine entsprechende Protestaktion. Besonders ältere Patienten und nicht mobile Mitbürger müssen die Zeche zahlen und ihre geschädigte Gesundheit der Willkür der KVNO preisgeben. Der berechtigte Bedarf ist gegeben, das zeigen die genannten 190 Absagen. Lasst uns also schnell und wirksam kämpfen zum Wohl unserer Gesellschaft!

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