Pressemitteilung „Norma-Ansiedelung in Lammersdorf/Dorfplatz“

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Nachfolgend die ungekürzte Pressemitteilung zur Situation: Norma-Ansiedlung auf dem Dorfplatz in Lammersdorf.

Die SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Simmerath hat sich am Montag den 31.7.2017 erneut intensiv mit den vorliegenden Plänen und Rückmeldungen zur Gestaltung und Nutzung des Dorfplatzes in Lammersdorf beschäftigt. Die Vorschläge bewegen zurzeit die Menschen im Dorf. An der bisherigen Informationspolitik des Bürgermeisters übt die SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Simmerath deutliche Kritik. Insbesondere das lange Hinausschieben der Bürgerinformation für die Lammersdorfer auf den 20. September 2017 durch den Bürgermeister trägt nicht dazu bei, die bestehenden Informationsdefizite auszugleichen bzw. die vielen offenen
Fragen kurzfristig klarzustellen.

Wichtig ist klarzustellen, dass die in Meinungsäußerungen der Bürger hergestellten Zusammenhänge zwischen Neubaugebiet „Hasselfuhr“ (also östlich vom „Pohl“), Kreisverkehr an der Kreuzung „Im Pohl“ und Erschließungsstraße für das Neubaugebiet einerseits und Nutzung des Dorfplatzes andererseits falsch sind. Zu allen anderen Überlegungen und Vorschlägen sind noch viele Fragen offen und können auch noch nicht endgültig beantwortet werden.

Was sind die Fakten und wofür steht die SPD?

1. Neubaugebiet

Das Neubaugebiet ist eine nach allen Regeln der Beteiligung und nach intensiver Beratung vom Rat der Gemeinde Simmerath einstimmig beschlossene Tatsache.

2. Kreisverkehr

Der Kreisverkehr ist ebenfalls beschlossen und wird gebaut werden. Genaue Lage und Einzelheiten sind noch zu planen.

3. Otto-Junker-Platz

Der Otto-Junker-Platz wird zum einen als Standplatz für das Zelt insbesondere für die Karnevalsveranstaltungen genutzt und zu anderen Zeiten u.a auch als inoffizieller Parkplatz. Mittelfristig ist aufgrund der Erfahrungen in vielen anderen Orten damit zu rechnen, dass Festveranstaltungen im Zelt in der Ortsmitte möglicherweise aufgrund der damit einhergehenden Emissionen („Lärm“) keine Genehmigung mehr bekommen können. Daher begrüßt es die SPD, dass dem Karnevalsverein eine Alternative neben der alten Junkerkantine geboten wird; hierzu müssen sich die Karnevalfreunde Lammersdorf äußern. Andere Dorfaktivitäten (Mainacht, Weihnachtsfeier u.ä.) müssen auch nach einer Umgestaltung weiterhin auf dem Otto-Junker-Platz stattfinden können.

Ein zeitlich unbegrenztes öffentliches Parken wird nach einer möglichen Umgestaltung vermutlich nicht mehr möglich sein, was insbesondere die Pendler mit Umstieg auf den Bus oder als Mitfahrer hart treffen würde. Daher fordert die SPD mit Nachdruck hier eine alternative Parkmöglichkeit, die den Anforderungen der Pendler und
(Rad-) Wanderer gerecht wird; die SPD wird entsprechende Vorschläge einbringen. Der Platz soll aber weiterhin in großen Teilen auch als öffentliche Parkfläche genutzt werden können, was den Eltern und Lehrern, aber auch anderen Bewohnern, Besuchern und Geschäftskunden zugutekommt. Das öffentliche Parken (wer, wann, wo,
wofür?) muss dann neu geregelt werden und durch ein entsprechendes Leitsystem transparent gemacht werden.

Die Grünfläche wird zwar kleiner werden, aber der leere Zeltplatz ist bisher auch kein ästhetisches Highlight. Brunnen, Kapellchen, Grünfläche mit Bänken will die SPD auf jeden Fall erhalten. Die SPD ist jedoch der Meinung, dass die Buswartehalle und die angeschlossene Toilette gerne erneuert werden sollten.

4. Analyse der Infrastruktur und Situation der Geschäfte

Die bestehenden Geschäfte (Metzgerei, Bäckerei, Obst und Gemüse, Blumen) müssen nach Meinung der SPD in ihrem Bestand gestärkt werden. Lammersdorf als zweitgrößter Ort in der Gemeinde muss in seiner Infrastruktur jetzt zukunftsfest gemacht werden. Ein Laden, Discounter oder Zweigniederlassung einer Ladenkette kann Kundschaft in Lammersdorf binden und somit den bestehenden Geschäften neue Kundschaft zuführen – es kann aber auch zu neuer Konkurrenz führen. Dem Grunde nach ist die Notwendigkeit für ein Geschäft mit einem Angebot zum alltäglichen Grundbedarf gegeben, wenn auch nicht für alle – denken wir aber bitte auch an die weniger mobilen Bürgerinnen und Bürger. Solch ein Angebot ersetzt nicht Simmerath als Einkaufsort – die Discounter und Geschäfte dort haben eine andere Funktion.

5. Norma

Das Interesse, in Lammersdorf eine verbesserte Einkaufsmöglichkeit anzubieten, ist bisher bei den bekannten Märkten gleich Null gewesen. Nur Norma hat sich jetzt (auch im Zuge seiner Neuausrichtung und Qualitätssteigerung) an die Gemeinde mit einer Anfrage gewandt. Nicht der Bürgermeister hat Norma „gefunden“.

Dennoch kann Norma möglicherweise die Lücke im bestehenden Angebot füllen. Die SPD will das vorurteilsfrei und intensiv geprüft wissen. Selbstverständlich hat die SPD sich mit der Frage des Standortes intensiv auseinandergesetzt und ist zum Ergebnis gekommen, dass Alternativen zum Otto-Junker-Platz (z.B. im Industriegebiet Jägerhausstr. oder im geplanten Neubaugebiet oder auf der rechten Seite der Kirchstr.) aus unterschiedlichen Gründen nicht sinnvoll oder nicht realisierbar sind. Auch für Norma ist der Otto-Junker-Platz die einzige Option. Allerdings ist die SPD der Meinung, dass die kleine Variante des Norma (800m²) zum Zuge kommen sollte – allein auch deshalb, um einen Konflikt mit den Nachbarkommunen zu vermeiden. Diese müssten ab 1000m² auch ihr Einvernehmen geben.

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